Am 24. Februar 2026 fand der erste Online-Fachtag der Initiative §25/11 – Haus ohne häusliche Gewalt mit beachtenswertem Erfolg statt, denn die Veranstaltung war sehr gut besucht: In der Spitze waren 43 Monitore online, tatsächlich nahmen noch deutlich mehr Personen teil, da viele gemeinsam vor dem Bildschirm saßen, darunter auch unsere Kolleg*innen aus Radebeul. Auch im Nachgang war das Interesse groß – insbesondere an den Präsentationen, zu denen zahlreiche Anfragen eingingen.
Der Vormittag machte deutlich, wieviel Interesse der Kunstparagraph §25/11 inzwischen einfängt und wie groß das gemeinsame Engagement von Wohnungswirtschaft, juristischen Akteur*innen und sozialer Arbeit ist.
Auftakt mit Realbezug
Den Einstieg gestaltete Anke Stüber (CCO, PEIX Health Group) mit dem Impuls „Wie alles begann…“. Sie schilderte eindrücklich den eigenmotovierten Ausgangspunkt häusliche Gewalt dort sichtbar zu machen, wo sie geschieht, nämlich im persönlichen häuslichen Umfeld. In diesem Zusammenhang wurden auch die internationalen Awards gewürdigt, die PEIX für die Kampagne zur Initiative §25/11 erhalten hat.
Perspektive der Wohnungswirtschaft
Die Erfahrungsberichte von Dirk Büscher (Charlottenburger Baugenossenschaft eG) und Birgit Danschke (u. a. Vorständin WGBG – Wirtschafts Genossenschaft Berliner Grundeigentümer) zeigten praxisnah, wie der §25/11 in der Wohnungswirtschaft umgesetzt wird. Beide Beiträge regten intensive Nachfragen an und verdeutlichten, welche Signalwirkung eine klare Haltung in Mietverhältnissen entfalten kann.
Für das beispielhafte Wirken ihrer Organisationen erhielten beide deshalb auch die Auszeichnung „Engagement Award“ der Initiative, die erstmals verliehen wurde.
Praxis aus dem Frauentreffpunkt
Konkrete Einblicke aus der sozialen Arbeit gaben Frederika Meisel, Sozialarbeiterin SkF Berlin, sowie die Projektleiterin Beate Vetter-Gorowicz, die zugleich den Fachtag moderierte. Beide berichteten aus der Praxis und der Zusammenarbeit mit Wohnungsgebern. Dabei wurde deutlich, welche personellen Ressourcen erforderlich sind, welche Finanzierungsfragen zu berücksichtigen sind und welche Wirkung die Initiative §25/11 im Alltag entfalten kann.
Rechtliche Einordnung
Ein weiteres Highlight war der Impulsvortrag von Rebecca Richter (Rechtsanwältin Legal Richter):
Unter dem Titel „Wer schlägt, der geht!“ beleuchtete sie rechtliche Aspekte und beantwortete konkrete Fragen – unter anderem zum Melden von Vorfällen bei der Polizei durch Dritte. Zudem gab sie eine Perspektive auf das für 2032 erwartete Gewalthilfegesetz und dessen mögliche Auswirkungen.
Ausblick im Jubiläumsjahr
Die Resonanz auf den Fachtag zeigt: Die Initiative §25/11 mobilisiert. Sie wird getragen von engagierten Partnern, klaren Positionierungen und wachsendem fachlichen Austausch. Alle Beteiligten zeigten sich sehr zufrieden und stolz auf den Verlauf der Veranstaltung.
Im Jubiläumsjahr sollen nun weitere Schritte folgen. Ziel ist es, die Initiative noch stärker zu verbreiten, neue Partner zu gewinnen und zusätzliche Formate zu entwickeln.









