14.11.2016

500.000€ aus Bundeshaushalt für gewaltlos.de

Erstmals erhält www.gewaltlos.de für von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen im Bundeshaushalt 2017 eine Förderung in Höhe von 500.000€.
„Durch die heute beschlossene Förderung des Bundes wird das Thema „Hilfe für weibliche Opfer von Gewalt“ erheblich aufgewertet. Jede dritte Frau ist von Gewalt betroffen, oftmals geschieht
dies in ihrem häuslichen Umfeld und in der Mehrzahl aller Fälle sind die Opfer stark traumatisiert. Welche Art der Hilfe Betroffene zulassen bzw. aktiv in Anspruch nehmen, entscheiden sie selbst“, so Maria Elisabeth Thoma, ehemalige Bundesvorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen und heute Vorsitzende des Trägervereines.

Bei gewaltlos.de werden die Frauen von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen in der Lobby begrüßt und können sich dort mit anderen Besucherinnen unterhalten oder in einem privaten Chat mit den hierfür besonders ausgebildeten hauptamtlichen Mitarbeiterinnen sprechen. Die Betroffenen werden prozesshaft, d.h. von ihrem ersten Besuch bis zu ihrer Verabschiedung
von einer Mitarbeiterin betreut, so dass ein echtes Vertrauensverhältnis entstehen kann. In den vergangenen Jahren wurden über 2.000 Mädchen und Frauen in extremsten Lebenssituationen
erreicht. Zahllose andere Betroffene haben über die Internetpräsenz weitergehende Informationen und den Zugang zum Hilfesystems an ihrem Wohnort erhalten.
Nach Jahren, in denen die Beratungsarbeit vornehmlich durch Spenden z.B. des Unternehmens Butlers, durch Stiftungsmittel z.B. der Werhahn Stiftung und durch die Beiträge der Trägervereine
nur unter Mühen aufrecht erhalten konnte, ist es durch die Fürsprache und das Engagement von Christina Schwarzer, CDU-Abgeordneter aus Berlin-Neukölln und Mitglied und Obfrau im
Ausschuss „Familie, Senioren, Frauen und Jugend“, im Ausschuss Digitale Agenda des Deutschen Bundestages gelungen, einen Bundesfinanzierung von 500.000 € im Haushaltsjahr 2017 zu
erreichen.
„Obwohl nach allen Studien viele Mädchen und Frauen von konkreter körperlicher und sexueller Gewalt, von Stalking und Nachstellungen im Internet wie Cyber Grooming betroffen sind, wenden
sich noch immer viel zu wenige an Beratungsstellen und Hilfseinrichtungen. Daher ist es eine Verpflichtung der Politik, bestehende Hilfsangebote bekannt zu machen“, betont Christina
Schwarzer. „Ich freue mich sehr, dass es mir gelungen ist, Kolleginnen und Kollegen aus der eigenen Fraktion und aus anderen Fraktionen zu überzeugen, dass es sich bei www.gewaltlos.de
um ein eigenständiges Projekt handelt, das Opfer erreicht, die sich nicht oder noch nicht auf andere Formen von Beratung einlassen können“.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung info@gewaltlos.de. Beate Pinkert: t. 0221 12695819

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13.10.2016

Alleinerziehende nicht alleine lassen

Alleinerziehende nicht alleine lassen

Seit 30 Jahren setzt sich die Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung Alleinerziehende (AGIA) für die Belange und Interessen von Alleinerziehenden mit ihren Kindern ein. Viel wurde schon erreicht, aber die katholischen Verbände, die sich in der AGIA zusammengeschlossen haben, kämpfen weiter dafür, die sozialen und finanziellen Lebensbedingungen von Alleinerziehenden kontinuierlich zu verbessern.

AGIA-Jubiläum_(c)Matthias Rabbe_kleiner160928

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04.10.2016

Chancengerechtes Aufwachsen

Anlässlich des  Weltkindertages veröffentlichten die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) und der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) auf Grundlage ihres gemeinsamen Projektes Thesen zum chancengerechten Aufwachsen in Deutschland.

Die SINUS Studie 2016 zeigt Unterschiede in den Lebenswelten von Jugendlichen in Deutschland auf. Die Zugehörigkeit zu einem Milieu bestimmt grundlegend Wertorientierung, Lebensstil und Einstellungen. Dies birgt die Gefahr, dass sich Benachteiligungen und geringere Bildungschancen manifestieren. Seit zwei Jahren arbeiten die DPSG und der SkF eng zusammen, um bessere inklusive Zugänge zur Jugendverbandsarbeit als eine Bildungschance für alle Kinder und Jugendlichen zu entwickeln.

In fünf Thesen stellen die beiden Verbände die Notwendigkeit vor, Kinder und Jugendliche verschiedener Lebenswelten zusammenzubringen. SkF und DPSG sind davon überzeugt, dass Jugendverbände Orte des gemeinsamen Aufwachsens für alle Kinder und Jugendlichen sein können – unabhängig von der Lebenswelt. Nach ihrer Auffassung müssen Unterschiede in den Lebenswelten Jugendliche nicht voneinander trennen. Sie bieten Potentiale, um voneinander zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Dazu braucht es Orte der Begegnung und des gemeinsamen Aufwachsens. Jugendverbandsarbeit als eine wichtige Akteurin der non-formalen Bildung bietet dazu Möglichkeiten. In Partnerschaft mit Einrichtungen der Erziehungshilfe kann die Jugendverbandsarbeit sich Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Lebenswelten öffnen. Die positive Gestaltung von Gesellschaft ist abhängig von gutem Kontakt zwischen den Menschen. Dort wo Kontaktarmut herrscht entstehen die meisten Vorurteile und Rassismen. Gesellschaftliche Gruppen – und gerade Kinder und Jugendliche – an vielen verschiedenen Stellen zusammenzubringen, wird in der Summe helfen, Kontakte herzustellen und die Gesellschaft zusammenführen. Jugend ist der Motor unseres Zusammenlebens, und die Diversität der Jugend ist eine großartige Chance für eine plurale und offene Gesellschaft.

Hier können Sie mehr lesen.

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06.07.2016

Solidarität stiftet Frieden

Die Delegiertenversammlung des SkF ruft zum Einsatz für sozialen Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt auf.

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06.07.2016

Geflüchtete Frauen müssen besser vor Gewalt geschützt werden

Der SkF als Träger von Gewaltschutzeinrichtungen für Frauen und Kinder sieht dringenden Handlungsbedarf für besseren Schutz und geeignete Unterstützung von gewaltbetroffenen Flüchtlingsfrauen.

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06.07.2016

SkF fordert frauengerechten Straffvollzug

Zum Abschluss seiner diesjährigen Bundesdelegiertenversammlung beschloss der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) sozialpolitische Forderungen für den Strafvollzug von Frauen, besonders von Schwangeren und Müttern.

Seit über 100 Jahren begleitet und unterstützt der SkF straffällig gewordene Frauen und Angehörige von Inhaftierten. Für Frauen im Strafvollzug fehlen geeignete Rahmenbedingungen. Der Frauenwohlfahrtsverband fordert daher u. a. die medizinische Versorgung auf Wunsch auch bei weiblichen Ärzten, besonders bei Gynäkologinnen, zu ermöglichen und für Schwangere den Zugang zu Hebammen zu verbessern. Der SkF drängt ferner auf die Umsetzung der Empfehlung der EU, die psychologische Unterstützung weiblicher Inhaftierter auszubauen. Zudem müssen Bildungsund Ausbildungsmöglichkeiten für Frauen in Haft konzipiert werden, die auch bei kurzer Haftdauer den beruflichen (Wieder-)einstieg erleichtern oder die nach der Haft weiter geführt werden können.
Die Straffälligenhilfe freier Träger, wie des SkF, bietet eine verlässliche und umfassende Unterstützung. Pädagogische Fachkräfte und Ehrenamtliche betreuen während der Haft und bieten Hilfen beim Übergang in das Leben nach der Haft an, beim Wiedereinfinden in die Familie, bei der Wohnungssuche und der Arbeitssuche. Dies sind wichtige Bausteine gelingender Resozialisierung. In der sensiblen Phase nach der Haft, die das besonders hohe Risiko des Rückfalls birgt, ist der SkF eine verlässliche Stütze. Die Straffälligenhilfe freier Träger muss daher aus Sicht des Frauenfachverbandes als feste dritte Säule im Strafvollzug implementiert werden.
Über die Straffälligenhilfe, die sich den Inhaftierten widmet hinaus, bietet der SkF Hilfen für Kinder und Familien von Inhaftierten. Es gibt etwa 100.000 Kinder und Jugendliche, deren Eltern oder Elternteile in Haft sind. Nach der Inhaftierung eines Familienangehörigen, vor allem der Mutter, entstehen oft sozial und wirtschaftlich schwierige Situationen, die von Scham und Verunsicherungen geprägt sind. Der SkF begleitet beispielsweise Kinder bei Besuchen in der JVA oder hilft Partnerinnen von Inhaftierten, mit dieser Situation umzugehen. Angehörige zu unterstützen bedeutet, akut Hilfe zu leisten und hat zugleich eine wichtige präventive Funktion. Daher fordert der SkF, diese Hilfen für Angehörige als
eigenständigen Arbeitsbereich anzuerkennen. Der SkF macht auch auf die indirekten Auswirkungen des Strafvollzugs für Kinder und Familien aufmerksam und setzt sich zudem dafür ein, Maßnahmen der Haftvermeidung für Schwangere und Frauen noch intensiver zu bedenken.

Dortmund, 27.6.2016

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06.07.2016

Nein heißt Nein!

Sozialdienst katholischer Frauen begrüßt die Veränderungen im Sexualstrafrecht

Die sexuelle Integrität und das sexuelle Selbstbestimmungsrecht von Frauen werden durch die Änderungen im Gesetzentwurf endlich gestärkt.

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Impressum

Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin

Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich vertreten durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam.

Dr. Dagmar Löttgen
Vorsitzende des Vorstands

Dr. Angela Schneider
Stellvertretende Vorsitzende

Schönhauser Str. 41
13158 Berlin
Telefon: 030 - 477 532 0
Telefax: 030 - 477 532 705

Vereinsregister: Amtsgericht Charlottenburg
Registernummer: VR 275 B

Finanzamt für Körperschaften I - Steuer-Nr. 27/677/53803

info@skf-berlin.de

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:
Dr. Dagmar Löttgen
Vorsitzende des Vorstands

Konzeption, Realisation und Design:

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